Utopie und Geschichte

… und in der Geschichte zu sein, bedeutet in mythischem Beziehungsgeflecht zu existieren. Die Freuden und Nöte eines Einzelnen zeigen einen Querschnitt durch die Qualität der Gesellschaft, in der er alle leben. Wer sich selbst nicht aushält, sich als ein Opfer denkt und fühlt, mit sich selbst im Kriegszustand seiend, mit sich nicht im Reinen ist, der hält es nur schwer mit anderen aus. Vom Energieproblem einmal abgesehen, muss er doch ständig woanders schöpfen, meist durch Unterdrückung anderer und der Bekämpfung anders Denkender, Gläubigen und Lebender. Imperialismus, Kolonialismus und blutige, brutale Kriege, sind die Folge. Der Mensch ist eingebettetes Teil/Ganzes in eingebetteten Kontexten, die ebenfalls Teil/Ganzes sind. Übersetzungen allein, führen nicht weiter in eine erhöhend vernünftige Lebensqualität. Niemand kann jemandem Anderen, zum Beispiel, Demokratie beibringen, wenn er sie selbst nicht im Dialog lebt. Transformiert aber der Einzelne, innerlich und progressiv, transformiert auch der Welthorizont, da die Qualität seines Handels eine gänzlich andere sein wird.

lichtdeslebens

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2011