Hüter der Schwelle

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8 Gedanken zu „Hüter der Schwelle

  1. Ein beeindruckende Interpretation lieber Johannes. In der Tat, jener auf der Schwelle und der Abgrund der uns trennt vom Selbst, sind wir selbst. Mein Bild ist allerdings eher von „Ägyptischen Totenbüchern“ her inspiriert, mit dem ich mich damals unter anderem sehr befasste. Danke für deine Zeilen, und mit einem lieben Gruß, Arkis.

  2. Kleiner Nachtrag: Ich habe, als ich Dein Bild sah, sofort an den Zugang zu einer Pyramide gedacht (aber ich dachte: Das sind deine Gedanken, Johannes, lass die mal weg :-).

    Für die alten Ägypter war das Leben nach dem Leben noch viel bewusster präsent als unserer Zeit. Dass unser Leben mit unserem Leben nach dem Leben zusammenfließen kann zu unserem Vorteil, auch dazu gilt es ja, den Hüter der Schwelle zu überwinden. Ich vermute, Du siehst das auch so :-)

  3. ja, kurz … das Thema ist ja so komplex …. der Hüter der Schwelle ist auch jene Entität, die wir im Schatten sind, sie setzt sich zusammen aus Ego und Persona, das sind grob gesagt, die Rollen, die wir hier als Inkarnation, im Kollektiv, spielen und „wir“ vergessen haben, wer wir wirklich sind. Ich glaube an eine „philosophia perennis“ und durch (mit) Platon an Flux und Reflux, bezw. Evolution und Involution, was sich unter anderem auch in kabbalistischer Interpretation widerspiegelt. Der Mensch ist ein kleiner Kosmos exakt ein Abbild des großen, und so wie die Kraft (Welt-Seele) des Einen sich in der Vielfalt und Soheit der Gutheit entäußert, ohne darin verloren zu gehen, steigt sie/es aus der Vielheit (Fülle) wieder empor zu dem Einen, Ende und Anfang in sich …. (Alpha und Omega) ja, ich sehe es vermutlich ganz ähnlich … nach all den Jahren Studium, der Praxis und Erfahrung. :)

  4. Diese Entität dient auch unserem Schutz. Denn wenn wir unberechtigt, also voreilig in unserer Inneres eindringen, dann geht es uns übel. Das ist auch ein Grund, warum Drogen so gefährlich sein können; sie öffnen Zugänge, für die viele nicht reif sind; entsprechend geht es ihnen dann auch …
    Auch die Märchen erzählen von diesem unberechtigen Zutritt-Nehmen („Ali Baba und die vierzig Räuber“ und „Simeliberg“).
    Es ist ja auch kein Zufall, dass es beim Öffnen der Grabkammer des Tut Ench Amun einige mysteriöse Todesfälle gab; Vandenberg erzählt in „Der vergessene Pharao“ davon.
    Ein weites Feld … und spannend.

  5. Jeder geht da m. E. seinen eigenen Weg. Ich möchte da nichts verallgemeinern. Zufall, das Wort wird immer gerne dann eingeführt, wenn man nicht weiter weiß ;) *g* Und was heißt schon unberechtigt? Man fühlt sich ja von innen her schon ge – oder berufen also angesprochen und folgt jenem nach …. so oder so, es ist eine Entscheidung, der evolutionär eine Unterscheidung, ein Transzendieren vorausgeht bevor eine konkrete Integration stattfinden kann. Eros und Thanatos …. ohne geht nichts in der Richtung, die Agape (Verbundenheit) ja dann erst folgen lässt. Oder kürzer: Solve et coagula … ;)

  6. Ja dieser gern besungene Zufall, der die Verantwortung eigener Entscheidungen negieren soll, wodurch Freiheit, wie ich sie verstehe, nicht möglich ist.
    Übrigens dachte ich, du habest das Bloggen aufgegeben, was ich durchaus bedauert habe. Weshalb mein Folgen nicht mehr galt, keine Ahnung. Gesucht und gefunden.

  7. Hallo Caroline, das mit dem Zufall und auch dies Phänomen mit der Freiheit, ist schon eine spezll. menschliche Hybris. Vieles wurde schon gesagt, wird noch gesagt werden …. das ist echt schier unendlich … *g*
    Jepp gefunden! ;)

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